Die Stadt Viersen hat Ende Januar für die Behandlung von verschmutzem Niederschlagswasser aus einem rd. 5 ha großen Einzugsgebiet vor der Einleitung in den Hammer Bach mit dem System FiltaPex · modular | pur 4000 der Pecher Technik GmbH eine hocheffiziente Regenwasserbehandlungsanlage bekommen. Die realisierte Anlage arbeitet nach dem Sedimentationsprinzip. Im Gegensatz zu klassischen Regenklärbecken oder Lamellenklärern kann die Anlage jedoch im Vollstrom betrieben werden – eine Drosselung des Zuflusses ist nicht erforderlich. Dadurch entfallen neben der Drossel ein vorgelagertes Schwellenbauwerk sowie eine Bypassleitung um die Regenwasserbehandlungsanlage herum. Neben deutlichen Kosteneinsparungen wird mit dieser Anlagentechnik auch deutlich weniger Platz in Anspruch genommen. Dies ist besonders bei innerstädtischen Lagen mit engen Baufeldern und zahlreichen Leitungen im Untergrund ein entscheidendes Kriterium, um im Bestand überhaupt eine leistungsfähige Regenwasserbehandlung realisieren zu können.

FiltaPex · modular | pur 4000 für Viersen

Das System FiltaPex · modular | pur 4000 besteht aus Betonfertigteilen mit einem Innendurchmesser von 4,00 m und einem Außendurchmesser von 4,80 m. Aufgrund des Gesamtgewichts von über 78 t wurde sie in drei Elementen geliefert: Schachtunterteil, Schachtoberteil und Betonabdeckplatte. Die Transportbreite von 4,80 m machte einen Sondertransport mit polizeilicher Begleitung erforderlich. Der anschließende Einbau in die vorbereitete Baugrube erfolgte mit einem Mobilkran – und war in nur wenigen Stunden abgeschlossen.

Die Anlage ist für eine lange Nutzungsdauer ausgelegt und erfüllt alle betrieblichen Anforderungen von öffentlichen Abwasserbetrieben. In einer weiteren Ausbaustufe wäre außerdem noch ein technischer Regenwasserfilter nachrüstbar. Die Zukunftssicherheit ist somit garantiert.