An der Waldeckstraße in Wuppertal wurde für ein innerstädtisches Einzugsgebiet mit einer befestigten Fläche von 26 ha jetzt eine Regenwasserbehandlungsanlage der Pecher Technik GmbH eingebaut. Zum Einsatz kommt das System FiltaPex® · duo in der Verfahrenskombination aus Lamellenschrägklärer und technischem Grobfilter. Die Gesamtanlage besteht aus drei miteinander verbundenen Stahlbetonbauwerken mit Abmessungen von jeweils rund 5,5 m Länge, 2,6 m Breite und 7,2 m Höhe, die in nur einem Tag mittels Schwerlastkran präzise in die vorbereitete Baugrube gesetzt wurden. Jedes Bauwerk wurde dabei aus jeweils zwei Fertigteilen mit vormontierter Innenausrüstung und einem Gewicht von rd. 30 t zusammengesetzt. Die Anlieferung zur Baustelle erfolgte mit 6 Schwertransporten.
Besonderes Merkmal der in Wuppertal eingesetzten Anlage ist der Betrieb als Lamellenschrägklärer mit hydraulisch wirksamem Grobfilter oberhalb der Lamellenpakete. Der Lamellenschrägklärer erfüllt dabei die Reinigungsanforderungen nach DWA‑A 102‑2. Der Grobfilter bewirkt keinen weitergehenden Stoffrückhalt, sondern erzeugt gezielt einen hydraulischen Widerstand, welcher eine gleichmäßige Durchströmung der Lamellenpakete erzwingt, die Voraussetzung für eine optimale Sedimentationsleistung der Anlage ist. Ein wesentlicher Vorteil dieses Konzepts liegt in seiner hohen Betriebssicherheit für unterschiedliche Betriebszustände. Während herkömmliche Lamellenschrägklärer häufig auf Rinnensysteme oder gelochte Abzugsrohre angewiesen sind, die hydraulisch sehr sensibel reagieren, funktioniert der flächenhafte Wasserabzug über den Grobfilter z. B. auch bei ablaufseitigem Rückstau zuverlässig. Dadurch ist das System unempfindlich gegenüber erhöhten Wasserständen im Gewässer (hier Wupper) oder im nachgeschalteten Kanalnetz und benötigt insbesondere auch keine zusätzliche Höhendifferenz zwischen Zu- und Ablauf. Dies vereinfacht die Integration in bestehende Entwässerungssysteme erheblich.

Darüber hinaus bietet das FiltaPex®-Konzept eine hohe Zukunftssicherheit: Der eingesetzte Grobfilter kann bei veränderten wasserwirtschaftlichen Anforderungen jederzeit durch einen technischen Regenwasserfilter ersetzt werden. Die Anlage lässt sich somit ohne grundlegende Umbauten von einem Lamellenschrägklärer zu einer vollwertigen Regenwasserfilteranlage aufrüsten.
Das Projekt auf einen Blick:
- rd. 26 ha befestigte Einzugsgebietsfläche der Kategorien II und III nach DWA‑A 102‑2
- 3 Lamellenschrägklärer mit insgesamt 290 m² sedimentationswirksamer Fläche
- Klarwasserabzug oberhalb der Lamellenpakete mittels hydraulisch wirksamem Grobfilter
- rd. 180 t Gesamtgewicht der Bauwerke
- 2 Tage Montagezeit auf der Baustelle für das Gesamtsystem